EQT bietet 46,50 €: Qiagen vor Übernahme und möglichem Delisting

Der Finanzinvestor EQT führt einem Konsortium an, das den Diagnostikspezialisten Qiagen vollständig übernehmen will. EQT bietet laut Wallstreet Online 46,50 Euro in bar je Aktie; unter Einrechnung der Schulden liegt die Transaktionsbewertung demnach bei rund 10,8 Milliarden Euro. Vorstand und Aufsichtsrat hätten die Vereinbarung einstimmig unterstützt, eine formelle Empfehlung solle nach Veröffentlichung der Angebotsunterlage folgen. EQT habe Eigen- und Fremdkapital verbindlich zugesagt.

Am Donnerstag schloss die Qiagen-Aktie mit einem Plus von fast 5 Prozent und notierte bei rund 45 Euro. Der Abschluss der Übernahme sei für Mitte 2027 geplant, vorausgesetzt Kartell‑ und Investitionsprüfungen stimmten zu. Sollte der Vollzug länger als zehn Monate dauern, könne Qiagen eine Zwischendividende von bis zu 0,47 US-Dollar je Aktie ausschütten, ohne dass der Angebotspreis entsprechend reduziert werde. Zudem sollen Anteilseigner auf einer außerordentlichen Hauptversammlung Maßnahmen beschließen, mit denen nach dem Vollzug Nicht-Andiener zum Angebotspreis abzüglich Quellensteuer hinausgedrängt werden könnten.

Qiagen legte vorläufige Quartalszahlen vor: Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 2,8 Prozent auf 548 Millionen US-Dollar; der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,65 US-Dollar (Erwartung: 0,62 US-Dollar). Die vollständigen Zahlen sollen am 4. November veröffentlicht werden.

Sollte Qiagen infolge der Übernahme vom Markt genommen werden, nannte Wallstreet Online Sartorius als aktuellen ersten Anwärter auf einen Platz im DAX nach der reinen Free‑Float‑Logik der Deutschen Börse, gefolgt von Knorr‑Bremse.

Quelle: Wallstreet Online – Originalbericht

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