Volvo schreibt Verlust und plant 2.500 Stellenstreichungen

Volvo Cars ist im dritten Quartal in die roten Zahlen gerutscht und will infolgedessen weltweit rund 2.500 Arbeitsplätze streichen. Der mehrheitlich zum chinesischen Geely-Konzern gehörende Autobauer berichtete von einem bereinigten operativen Verlust von 3,7 Milliarden schwedischen Kronen (rund 333 Millionen Euro); im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch einen Gewinn von 5,8 Milliarden Kronen ausgewiesen.

Als Ursachen für den Gewinneinbruch nannte Volvo Cars den schleppenden Produktionsanlauf des neuen Elektro‑SUV EX60 sowie eine schwächere Nachfrage in China und den USA. Konzernchef Håkan Samuelsson erklärte, das dritte Quartal habe die Erwartungen deutlich verfehlt und der laufende Sanierungsplan müsse daher verstärkt werden, wie das Unternehmen mitteilte.

Die angekündigten Stellenkürzungen sollen überwiegend in Schweden erfolgen; von den 2.500 Positionen entfallen nach Angabe des Konzerns rund 2.000 auf den Heimatmarkt. Die Maßnahme reiht sich an bereits geplante Einschnitte: Samuelsson hatte 2025 bereits Streichungen von weltweit 3.000 Stellen angekündigt. Zusätzlich will Volvo Cars die Kosten bis Ende kommenden Jahres um weitere fünf Milliarden Kronen senken.

Anfang des Monats hatte Volvo seine Prognose für das ganzjährige Verkaufsvolumen und den Cashflow zurückgezogen und auf ein schwierigeres Marktumfeld verwiesen. Die Aktie des Autobauers reagierte mit einem Rückgang: In dieser Woche fiel der Kurs auf ein Rekordtief und liegt im bisherigen Jahresverlauf rund 54 Prozent im Minus, wie in der Firmenmitteilung und Medienberichten vermerkt wurde.

Für Anleger bleiben die Entwicklungen um Produktionsanläufe, Nachfrage in Schlüsselregionen und die Umsetzung der Sparmaßnahmen zentrale Beobachtungspunkte, da sie unmittelbar die Ertragslage und Cashflow-Perspektive des Konzerns beeinflussen dürften.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung – Originalbericht

Ähnliche Beiträge