Bank of America warnt: Goldpreis kurzfristig unter Druck – 4.000 US-Dollar in Gefahr
Die Bank of America rechnet kurzfristig nicht damit, dass sich der Goldpreis dauerhaft über 4.000 US-Dollar je Unze hält. In ihrem Edelmetallreport vom Oktober erwartet die Bank für das vierte Quartal einen Durchschnittspreis von rund 4.000 USD und für 2027 einen Jahresdurchschnitt von 4.813 USD. Noch im Mai hatte die Bank ihre Prognose für 2026 höher angesetzt (5.093 USD), doch das aktuelle Marktumfeld habe die Aussichten eingetrübt.
Als Triebkräfte für den Gegenwind nennt die Bank hohe Zinsen, einen starken US-Dollar sowie rückläufige Nachfrage von Zentralbanken und ETFs. Heraeus-Daten erwähnen, dass Kasachstan den Goldanteil an seinen Reserven bis Jahresende von etwa 78 auf 75 Prozent senken will – ein Volumen, das Analysten mit rund 15 Tonnen beziffern und als Umschichtung, nicht als Abkehr interpretiert wird. Auch die chinesische Schmucknachfrage blieb laut World Gold Council schwach.
Analysten und Researchhäuser sind geteilter Ansicht: Metals Focus prognostiziert für 2027 einen durchschnittlichen Goldpreis von 5.330 USD und sieht eine Konsolidierung statt eines Bärenmarkts. CIBC senkte ihre Q4-2026-Schätzung auf 4.500 USD und erwartet 2027 im Schnitt 5.200 USD. Marktbeobachter von StoneX äußern kurzfristige Skepsis und verweisen auf die starke Korrelation des Goldpreises mit Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen; bei deutlich höheren Renditen sehen sie weiteres Abwärtspotenzial.
Kurzfristig richten sich Anleger und Analysten auf die Fed-Zinsentscheidung am 28. Oktober, da Änderungen der Zinssicht oder Schwankungen des US-Dollars dem Markt laut Bericht neue Impulse geben könnten. Am Mittwoch lag der Goldpreis bei rund 4.117 USD je Feinunze.
Quelle: finanzen.net — https://www.finanzen.net/nachricht/rohstoffe/fed-und-oelpreis-im-fokus-goldpreis-vor-dem-naechsten-rueckschlag-bofa-sieht-4-000-dollar-in-gefahr-muessen-die-goldbullen-zittern-00-15997522
