Gold fällt: Ölpreisanstieg im Nahen Osten dämpft Nachfrage
Der Goldpreis geriet am Donnerstagmorgen unter Druck und fiel zeitweise um mehr als ein Prozent, wobei er den tiefsten Stand seit dem 14. Oktober erreichte. Auslöser für die Schwäche ist laut Bericht vor allem der markante Anstieg der Ölpreise nach erneuten Angriffen der Huthi-Milizen in Saudi-Arabien, die Risiken für die Energieversorgung erhöhten und zusätzliche Inflationssorgen schürten.
Der Bericht nennt konkret Angriffe auf einen Flughafen und ein Ölfeld mit Todesopfern sowie gemeldete Zwischenfälle mit mehreren Schiffen im Persischen Golf. Die USA reagieren demnach mit dem geplanten Abzug von Familienangehörigen von Mitarbeitern weiterer diplomatischer Vertretungen aus der Region. Solche geopolitischen Spannungen stützen die Rohölkurse; zudem signalisieren jüngste US-Lagerdaten eine überraschend deutliche Abnahme der Rohölvorräte, was die Ölpreise weiter stützte.
Für Gold wirkt sich dieser Umfeld mix aus höheren Energiepreisen und der Aussicht auf anhaltlich höheren Inflationsdruck belastend aus. Höhere Anleihe- und Realrenditen vermindern die Attraktivität des unverzinsten Edelmetalls, heißt es. Die Terminmärkte sehen für die Fed-Sitzung am 27./28. Oktober nur eine geringe Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung, während für Dezember eine deutlich höhere Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Zinsschritt eingepreist ist. Außerdem erwarten Marktteilnehmer am Nachmittag genauere Konjunkturhinweise durch die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe; eine Umfrage von Trading Economics rechnet mit einem marginalen Anstieg.
Quelle: finanzen.net– Originalbericht
