Silber unter Druck: Öl- und Zinsängste dämpfen Erholung trotz erwartetem Defizit

Steigende Ölpreise verstärken aktuell Inflationssorgen und damit Erwartungen weiterer Straffung durch die US-Notenbank, berichten Marktbeobachter laut Reuters. Solche Zinserwartungen wirken belastend auf Silber, das keine Zinsen abwirft, und haben die jüngste Erholung im frühen Handel gebremst.

Als Treiber der Ölpreisentwicklung nennt Reuters Spannungen im Nahen Osten, Risiken für die Schifffahrt im Roten Meer und Bedrohungen der Energieinfrastruktur Saudi-Arabiens. Zugleich zeigen US-Verbraucherpreisdaten vom 14. Oktober einen Anstieg der Gesamtinflation im September von 3,7 % im Jahresvergleich (monatlich +0,6 %) und eine Kerninflation von 2,6 % yoy.

Auf der physischen Marktseite weist die CME Group auf höhere Lagerbestände und eine schwächere industrielle Nachfrage aus der Solarbranche hin, die Silber-Futures zusätzlich belasten. Für 2026 prognostiziert die CME ein globales Angebotsdefizit von 46,3 Millionen Unzen, betont aber, dass dieses längerfristig stützend wirkt, kurzfristig jedoch Zins- und Nachfragesignale dominieren dürften. Der nächste geldpolitische Prüfstein ist die FOMC-Sitzung am 27. und 28. Oktober 2026.

Quelle: Börse Express — https://www.boerse-express.com/news/articles/silber-preis-zinsgegenwind-bremst-die-erholung-955069

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