Zinssorgen und Öl drücken Goldpreis auf Tief seit 14. Oktober

Der Goldpreis ist am Donnerstag deutlich gefallen und erreichte laut Meldung der Stuttgarter Zeitung mit 4.066 US-Dollar je Feinunze den niedrigsten Stand seit dem 14. Oktober. Dem Bericht zufolge konnte Gold bislang nicht von der geopolitischen Eskalation im Nahen Osten profitieren.

Als ein maßgeblicher Faktor für den Preisrückgang werden steigende Ölpreise genannt. Nach Angriffen der Huthi-Milizen in Saudi-Arabien sowie Zwischenfällen mit mehreren Schiffen im Persischen Golf und nahe der Straße von Hormus haben sich die Sorgen um die Energieversorgung verstärkt. In der Folge stiegen dem Bericht zufolge die Öl-Futures: der nächstfällige WTI-Future zog um 2,18 auf 99,33 US-Dollar an, Brent legte um 2,80 auf 111,62 US-Dollar zu.

Die höheren Energiepreise nähmen Inflationssorgen mit sich und erhöhten erwartungsgemäß die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank Federal Reserve die Zinsen länger auf einem hohen Niveau belässt. Der Artikel zitiert Marktindikatoren, nach denen für die Fed-Sitzung am 27. und 28. Oktober nur eine 15-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung eingepreist sei, für Dezember liege die Wahrscheinlichkeit hingegen bei 87 Prozent. Höhere Zinsen und Anleiherenditen machten das unverzinste Edelmetall im Vergleich zu verzinslichen Anlagen weniger attraktiv, heißt es weiter.

Als kurzfristiger weiterer Impuls wird die Veröffentlichung der US-Arbeitsmarktdaten genannt: Für die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erwarten Analysten einen leichten Anstieg von 199.000 auf 200.000 Anträge. Wie sich der Goldpreis weiterentwickelt, dürfte laut Quelle wesentlich von der Inflation und dem künftigen Kurs der Fed abhängen.

Quelle: Stuttgarter Zeitung– Originalbericht

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