Euro gibt leicht nach: Franzosen-PMI rutscht unter 50
Der Euro hat sich in New Yorker Handelsumsätzen leicht abgeschwächt und wurde zuletzt bei 1,1195 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) gab den Referenzkurs mit 1,1193 Dollar an; am Vortag hatte der Referenzkurs bei 1,1205 Dollar gelegen. Umgerechnet kostete ein Dollar damit 0,8934 Euro (Donnerstag: 0,8924).
Zum Wochenausklang richtete sich das Interesse auf die Einkaufsmanagerindizes (PMI) aus der Eurozone und den beiden größten Mitgliedsländern. Hier überraschte Frankreich negativ: Die Teilindizes für Industrie und Dienstleistungen fielen unerwartet unter die Expansionsschwelle von 50 Punkten, was üblicherweise auf einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität hindeutet.
Claus Vistesen, Chefvolkswirt für die Eurozone bei Pantheon Macroeconomics, erklärte dem Bericht zufolge, die Stimmungsdaten könnten die Befürchtungen stärken, dass politische Unsicherheit und Volatilität am Anleihemarkt das Vertrauen belasten und die finanziellen Rahmenbedingungen verschärfen — mit dämpfenden Effekten auf die Konjunktur in Frankreich und möglicherweise auch in der gesamten Eurozone.
Gleichzeitig wird in dem Beitrag darauf hingewiesen, dass die französischen Einkaufsmanagerindizes schwankungsanfällig seien und nur eine begrenzte Aussagekraft für das kurzfristige Wirtschaftswachstum besitzen. Anleger und Marktteilnehmer sollten demnach die PMI‑Daten im Kontext weiterer Konjunkturindikatoren und der geldpolitischen Lage beurteilen.
Die Meldung basiert auf einer dpa-AFX‑Zusammenfassung, die die genannten Kurs‑ und PMI‑Angaben sowie die Einschätzung von Pantheon Macroeconomics wiedergibt.
