Hoher Ölpreis drückt Wall Street – Tech-Werte stabilisieren sich

Ein Anstieg der Ölpreise hat die Stimmung an der Wall Street zum Wochenschluss merklich getrübt. Der Dow-Jones-Index verlor 1,2 Prozent und schloss bei 52.215 Punkten, der S&P 500 fiel um 0,5 Prozent auf 7.624 Zähler und die Nasdaq gab 0,2 Prozent auf 25.955 Punkte nach; beide Indizes markierten zwischenzeitlich ihren tiefsten Stand seit fünf Wochen.

Die Preise für Nordseeöl Brent und US-Leichtöl WTI stiegen jeweils um mehr als drei Prozent und lagen laut Bericht bei knapp 117 bzw. 103 Dollar je Fass. Experten der niederländischen Großbank ING schrieben, die Märkte seien zunehmend besorgt über eine mögliche Eskalation am Persischen Golf, die Ölflüsse bedrohen könnte. Im Gefolge kletterte der Energieindex am Aktienmarkt zwischenzeitlich auf ein Rekordhoch.

Der Philadelphia Semiconductor Index erholte sich und legte rund 0,5 Prozent zu, nachdem ein tagelanger Ausverkauf bei Chipwerten Spuren an den Märkten hinterlassen habe. James O’Day, Leiter des Aktiengeschäfts bei der Citizens Bank, sagte dem Bericht zufolge, Anleger würden noch versuchen, das Ausmaß der KI-Investitionen zu erfassen und seien noch nicht an dem Punkt, an dem entsprechende Renditen sichtbar würden.

Die Stimmung der US-Verbraucher sank im Oktober nahe an ein historisches Tief; Anleger blicken erwartungsvoll auf die geldpolitische Sitzung der Federal Reserve in der kommenden Woche, wobei viele Marktteilnehmer laut ntv davon ausgehen, dass die Notenbank die Zinsen unverändert lassen könnte.

Ein Medienbericht über einen möglichen Vorstoß von SpaceX in den US-Mobilfunkmarkt belastete die Aktien etablierter Anbieter: Papiere von T-Mobile US, AT&T und Verizon verloren zwischen 1,2 und 8 Prozent. Bloomberg berichtete unter Berufung auf Insider, SpaceX wolle sich für ein landesweites Netz den Zugang zu mindestens 80.000 Sendemasten sichern. Infrastrukturwerte profitierten davon: Crown Castle und American Tower stiegen um neun beziehungsweise vier Prozent.

Unternehmensseitig drückte ein Umsatz unter den Markterwartungen die Aktien des Schuhherstellers Deckers Outdoor um fünf Prozent; American-Express-Papiere fielen trotz einer angehobenen Prognose um mehr als 3,6 Prozent, da Analysten die Aufwärtskorrektur als Folge bereits starker Quartalsergebnisse werteten.

Quelle: ntv.de – Originalbericht

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