EZB-Umfrage: Konsumenten erwarten 3,1% Inflation in zwölf Monaten

Die Inflationserwartungen der Verbraucher im Euroraum sind laut der September-Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) gestiegen: Für die nächsten zwölf Monate erwarteten die Konsumenten einen Anstieg der Verbraucherpreise um 3,1 Prozent (August: 3,0 Prozent). Die mittelfristigen Erwartungen blieben hingegen stabil bei 2,9 Prozent (Drei-Jahres-Sicht) beziehungsweise 2,5 Prozent (Fünf-Jahres-Sicht).

Die Umfrage dokumentiert außerdem Veränderungen bei Einkommenserwartungen und Konsumausgaben: Die Befragten rechneten damit, dass ihre Einkommen in den kommenden zwölf Monaten um 1,1 Prozent zunehmen werden (August: 1,0 Prozent). Die Erwartung für das nominale Ausgabenwachstum auf Sicht eines Jahres stieg leicht auf 3,7 Prozent nach 3,6 Prozent im Vormonat.

Neben Inflationserwartungen verzeichnete die EZB-Umfrage pessimistischere Einschätzungen zur wirtschaftlichen Entwicklung: Die Konsumenten erwarteten für die nächsten zwölf Monate einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 Prozent (August: −1,2 Prozent). Gleichzeitig stieg die erwartete Arbeitslosenquote auf 11,3 Prozent gegenüber 11,0 Prozent im August.

Die Angaben stammen aus den Ergebnissen der EZB-Konsumentenumfrage, wie sie in einer Mitteilung von Dow Jones wiedergegeben wurden. Die Umfragedaten liefern Einblick in die Wahrnehmung von Preisentwicklung, Einkommenserwartungen und gesamtwirtschaftlicher Stimmung unter Verbrauchern im Euroraum und werden von Marktteilnehmern und Notenbanken als ein Faktor für geldpolitische Einschätzungen beachtet, sofern sie in volkswirtschaftliche Analysen einfließen.

Quelle: finanzen.net – Originalbericht

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