US-Konsumklima vor Zwischenwahlen auf zweitniedrigem Wert
Die wirtschaftliche Stimmung der US-Wähler lag in einer Ende Oktober veröffentlichten Schätzung des University-of-Michigan-Konsumklimaindex bei 48 Punkten und war damit vor einer wichtigen Wahl so schlecht wie kaum jemals zuvor. Nach Angaben der Umfrage ist dies der zweitniedrigste Wert in der Geschichte der Erhebung; im September lag der Index bei 48,1 Punkten. Vor 2026 war der tiefste Oktoberwert vor einer Zwischen- oder Präsidentschaftswahl 57,6 Punkte im Oktober 2008.
Parallel signalisieren Umfragedaten zur Unternehmensaktivität, dass die US-Wirtschaft im Oktober weiterhin wuchs. Der S&P Global Flash U.S. Composite PMI, der Daten von Dienstleistungs- und Industrieunternehmen kombiniert, lag im Oktober bei 57,6 Punkten nach 58,4 im September. Ein Wert über 50 deutet auf anhaltendes Wachstum hin; die Umfrage wertete den Oktober als den zweitstärksten Anstieg der Aktivität seit März 2022, obwohl das Tempo gegenüber dem Vormonat leicht nachließ. Die Erhebung wies zugleich auf einen verschärften Preisdruck hin.
In Kanada deuten erste amtliche Zahlen auf eine moderate industrielle Stabilität hin: Die Statistikbehörde Statistics Canada schätzte die Fabrikumsätze im September gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent höher. Zudem erholten sich die kanadischen Einzelhandelsumsätze im August; sie stiegen saisonbereinigt um 1,2 Prozent auf 74,57 Milliarden kanadische Dollar, was laut Quelle rund 53,23 Milliarden US-Dollar entspricht. Als Treiber wurden unter anderem Belebung bei Neuwagenhändlern und höhere Preise an Tankstellen genannt.
Zur Einordnung listete die Übersichtsseite außerdem ausgewählte Kurs- und Rohstoffstände; dort wurden unter anderem ein DAX-Stand von 25.182 Punkten (-0,7%), ein EuroStoxx-50 bei 6.068 Punkten (-0,3%) sowie ein Ölpreis von 116,7 US-Dollar (+3,1%) genannt (Seitenstand: 23.10.26, 18:59 Uhr).
Quelle: finanzen.net – Originalbericht
