ASML prüft zusätzliche Kapazitäten für 2028 trotz Ertragszweifeln

ASML prüft zusätzliche Kapazitäten für 2028, weil das Unternehmen davon ausgeht, dass die geplanten Liefermengen die Kundennachfrage für 2027 und 2028 nicht vollständig decken werden. Zugleich sorgt auf Anlegerseite Unsicherheit darüber, wann sich umfangreiche Investitionen in KI‑Infrastruktur auf Kundenseite wirtschaftlich auszahlen.

Für das dritte Quartal 2026 wies ASML einen Umsatz von 11,7 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 5,0 Milliarden Euro aus. Als Ausblick nannte das Unternehmen für das vierte Quartal 2026 einen Umsatz zwischen 14,2 und 15,2 Milliarden Euro; es handelt sich dabei um eine Prognose und nicht um bereits realisierte Erlöse. Vor diesem operativen Hintergrund begründet ASML seine Prüfung zusätzlicher Kapazitäten für 2028 als Reaktion auf erwarteten anhaltenden Bedarf.

Gleichzeitig berichten Medien von Verkaufsdruck auf KI‑ und Halbleiterwerte, wobei Marktteilnehmer vor allem die Kosten der Infrastruktur und den Zeithorizont bis zu möglichen Renditen kritisieren. Steigende Ölpreise und Inflationssorgen werden im Artikel als zusätzliche Belastungsfaktoren für das Marktumfeld genannt. Die Berichterstattung hebt hervor, dass Nachfrage nach Ausrüstung und die erfolgreiche wirtschaftliche Umsetzung der Kundenprojekte unterschiedliche Risiken darstellen.

Ein konkretes Beispiel für die Spannung zwischen Nachfrage und Zeitplan liefert das sogenannte Terafab‑Projekt von Tesla und SpaceX in Texas: Medienberichten zufolge beschleunigten ASML und weitere Zulieferer Lieferungen. Ziel sei eine Chip‑Volumenproduktion im dritten oder vierten Quartal 2028; Elon Musk habe diesen Zeitplan jedoch als „höchst ambitioniert“ bezeichnet. Beschleunigte Lieferungen gelten dem Artikel zufolge nicht als Nachweis für einen gesicherten Produktionsstart, sondern illustrieren Terminrisiken auf Kundenseite.

Die Berichterstattung zieht eine klare Trennlinie zwischen ASMLs operativem Ausblick und dem aktuellen Börsensentiment: Die Unternehmenszahlen untermauern die Nachfrageperspektive, während Anlegerfragen zur Rentabilität der KI‑Investitionen kurzfristig zu Kursdruck führen können.

Quelle: Börse Express – Originalbericht

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