Goldpreis fällt unter 4.000 US-Dollar – tiefster Stand seit Juli
Der Goldpreis ist zum Wochenschluss unter Druck geblieben und fiel erstmals seit Ende Juli wieder unter 4.000 US-Dollar. Am frühen Freitagmorgen wurde eine Feinunze an der Londoner Börse zeitweise bei knapp 3.987 US-Dollar gehandelt; zuletzt lag der Kurs laut Bericht bei 3.994,33 US-Dollar und damit leicht unter dem Niveau vom Vorabend.
Als Belastungsfaktoren nennt die Berichterstattung deutlich gestiegene Ölpreise, die erneut Sorgen über höhere Inflation und damit über straffere Notenbankpolitik geschürt hätten. Hintergrund sei ein Angriff der jemenitischen Huthi-Miliz auf das Ölfeld Schaiba des staatlichen Konzerns Saudi Aramco, der Ängste vor möglichen Produktionseinschränkungen ausgelöst habe. Am Freitag legten die Ölpreise dem Bericht zufolge weiter zu.
Unter normalen Umständen hätte der deutliche Renditerückgang seit Mitte Oktober dem Goldpreis zugutekommen können, heißt es. Dennoch habe Gold nicht von diesen niedrigeren Renditen profitiert. Analyst Christopher Wong von Oversea-Chinese Banking Corporation wird mit der Einschätzung zitiert, dass eine generelle Risikoreduzierung am Markt und anhaltende Inflationssorgen die Erleichterung durch sinkende Renditen überwiegen könnten.
Zudem wird darauf hingewiesen, dass Gold in Phasen von Aktienverlusten nicht immer als sicherer Hafen dient: Anleger benötigen dann oft zusätzliche Liquidität oder müssen Nachschussverpflichtungen bedienen, was Verkäufe auslösen kann. Der Bericht nennt Frankfurt und London als Berichtsorte (dpa-AFX).
Quelle: finanzen.net– Originalbericht
