Ölpreisschock bremst Golderholung – Feinunze zeitweise bei 4.050 USD
Die jüngste Erholung beim Goldpreis ist ins Stocken geraten: In London fiel die Feinunze am Donnerstag zeitweise auf rund 4.050 US-Dollar, ein Rückgang von mehr als zwei Prozent. Auslöser war ein Anstieg der Ölpreise nach einem Drohnenangriff der jemenitischen Huthi auf das saudische Ölfeld Schaiba; die Anlage wurde nach Angaben aus Saudi-Arabien zunächst weiter betrieben, die Sorge um die Versorgung blieb aber bestehen (potenzielle Förderung: eine Million Barrel täglich).
Steigende Energiepreise können die Inflation anheizen und damit die Erwartung höherer Leitzinsen nähren, was das nicht verzinste Edelmetall gegenüber rentierlichen Anlagen belastet. Hinzu kam ein stärkerer US-Dollar, der seit Ende August deutlich zugelegt hat; der Euro notierte laut Bericht bei 1,1205 USD. Die Europäische Zentralbank setzte den Goldpreis am Nachmittag bei 4.055 USD fest, etwa 86 USD unter dem Vortag. Technisch teste die Notierung das untere Bollinger-Band, so der Bericht. Marktteilnehmer rechnen damit, dass die Fed kommende Woche voraussichtlich unverändert bleibt, preisen aber eine Zinsanhebung im Dezember ein; auch die EZB-Sitzung in der nächsten Woche könnte weitere Impulse liefern.
Quelle: Börse Express– Originalbericht
