Musk ordnete Drosselung des Starshield-Dienstes an – WSJ

Elon Musk hat nach Recherchen des Wall Street Journal die Drosselung des Satellitendienstes Starshield persönlich angeordnet, berichten US-Regierungsvertreter und mit dem Vorgang vertraute Personen, so das Hamburger Abendblatt. Die Einschränkungen hätten sowohl ukrainische Angriffsdrohnen als auch Abfangdrohnen betroffen und damit die Einsatzfähigkeit bestimmter Luftabwehr- und Angriffsoperationen beeinträchtigt.

Dem Bericht zufolge wurden die Beschränkungen Mitte Oktober eingeführt. Musk und US-Präsident Donald Trump sollen den Angaben nach bereits vor der Einführung über die Maßnahmen gesprochen und später erneut telefoniert haben; ob Trump die Maßnahme formell genehmigt habe, bleibt nach den vorliegenden Informationen offen. Musk hatte zuvor auf seiner Plattform X erklärt, Starshield-Systeme gehörten der US-Regierung und deren Nutzung liege in der Entscheidung des US-Militärs und des Präsidenten. Der aktuelle Bericht des Wall Street Journal stellt diese Darstellung nach Angaben der Quellen in Frage.

Als Auslöser des Streits nennt der Artikel ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien; Trump habe wegen hoher Treibstoffpreise gefordert, diese Attacken zu beenden. Das Pentagon ist dem Bericht zufolge ein großer Kunde des Starshield-Netzes, betreibt aber nicht das gesamte Satellitsystem selbst. Außenminister Marco Rubio habe den Umfang des ukrainischen Zugangs zu Starshield infrage gestellt.

Ukrainische Angaben, die das Hamburger Abendblatt zitiert, berichten, dass Verbindungen auf bewegten Geräten wieder funktionierten, jedoch bei etwa 160 Kilometern pro Stunde abbrachen — ein Faktor, der die Steuerung schneller Abfangdrohnen deutlich erschwere. Ob und wann die Beschränkungen vollständig aufgehoben wurden, war zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht bestätigt. Der Fall werfe grundsätzliche Fragen darüber auf, inwieweit ein privater Unternehmer über die Einsatzfähigkeit von Technologie mitentscheidet, von der die Luftverteidigung eines Landes abhängt, heißt es im Beitrag.

Quelle: Hamburger Abendblatt – Originalbericht

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