Microsoft: Quartalsbericht steht im Zeichen der KI-Kosten

Microsoft geht nach einem starken Oktober in eine für den Aktienkurs wichtige Berichtswoche, in der das Unternehmen Umsatzwachstum und die Wirtschaftlichkeit seiner umfangreichen KI-Ausgaben nachweisen muss. Die Aktie legte im Oktober zu; Anleger und Analysten richten nun den Blick auf den Quartalsbericht und die konkreten Erträge aus dem KI-Geschäft.

Die Branche steht unter Nervosität: Am Donnerstag verlor der Nasdaq Composite laut Quelle 2,6 Prozent, den stärksten Tagesverlust seit Anfang Juni. Auslöser waren unter anderem Äußerungen von Meta zur Ausgabe einer neuen Klasse stimmrechtsloser Aktien zur Finanzierung weiterer KI-Investitionen, was Marktteilnehmer als Indiz dafür werteten, dass der nächste Ausbau der KI-Infrastruktur teuer werden könnte. Nvidia-Chef Jensen Huang verwies auf eine hohe Nachfrage nach spezialisierten KI-Cloudanbietern, nannte jedoch Kapitalknappheit als wachstumshemmenden Faktor; zudem seien die Risikoprämien an den Kreditmärkten binnen eines Jahres gestiegen.

Makroökonomische Faktoren erhöhen den Druck: Brent-Öl verteuerte sich laut Bericht um rund 6 Prozent auf etwa 117 Dollar je Barrel, angetrieben von Spannungen im Nahen Osten. Zeitgleich fiel die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen erstmals seit der Zinserhöhung im September wieder unter 5 Prozent. Goldman Sachs wird im Artikel zitiert mit der Erwartung einer möglichen weiteren Zinsanhebung im Dezember, schließt ein Ausbleiben aber nicht aus; die Federal Reserve tagt am 27. und 28. Oktober und dürfte die Leitzinsen vorerst unverändert lassen.

Marktteilnehmer beschreiben eine volatile Lage: Marktstratege Art Hogan sprach von einer sehr volatilen Woche, Rick Meckler (Cherry Lane Investments) charakterisierte den Markt als tendenziell „auf der Stelle tretend“ – Rückgänge fänden Käufer, Anstiege Verkäufer. Für die anstehende Berichtssaison werden für den S&P 500 einem im Text genannten Konsens zufolge Gewinnwachstum je Aktie von rund 27 Prozent im Jahresvergleich erwartet. Neben Microsoft liefern in der Woche auch Alphabet und Amazon Zahlen, und ein möglicher Börsengang von Anthropics könnte die Diskussion um KI-Bewertungen weiter anheizen.

Laut Quelle lag der letzte ausgewiesene Microsoft-Kurs am 23.10.2026 um 22:57 bei 467,80 EUR (+0,58%).

Quelle: Börse Express – Originalbericht

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