Chip-Ausverkauf drückt Nasdaq – Öl nahe 114 USD erhöht Risiken

Die weltweiten Börsen gerieten wegen eines Ausverkaufs bei Halbleiter- und Technologieaktien unter Druck, während der Ölpreis spürbar anstieg. Der Nasdaq Composite fiel um 2,6 Prozent auf 26.009 Punkte – den stärksten Tagesverlust seit Anfang Juni. Der S&P 500 gab 1,2 Prozent nach, der Dow Jones schloss knapp im Plus.

Besonders hart traf es Chips: Der Philadelphia-Halbleiterindex brach um 6,7 Prozent ein und liegt mehr als 26 Prozent unter seinem Rekordstand vom Juni. In den USA verloren Intel, AMD, SanDisk und Marvell jeweils mehr als acht Prozent. In Deutschland sackten Aixtron um 9,8 Prozent ab, Infineon verlor rund sechs Prozent; Siemens Energy war mit einem Minus von 8,6 Prozent Schlusslicht im DAX. Vor dem Xetra-Start taxierte IG Markets den DAX 0,2 Prozent schwächer bei 25.328 Punkten, nachdem er am Vortag 1,1 Prozent verloren hatte.

Meta war größter Verlierer unter den Schwergewichten und fiel um rund sieben Prozent auf 648,85 US-Dollar, wodurch sich laut Bericht etwa 120 Milliarden US-Dollar Börsenwert auflösten. Beim freien Mittelzufluss rutschte das Unternehmen im dritten Quartal erstmals seit mehr als zehn Jahren ins Minus. Analysten nennen ein mittleres Kursziel, das dem Bericht zufolge etwa 25 Prozent über dem aktuellen Kurs liegt.

Am Ölmarkt verteuerte sich Brent um rund vier Prozent auf ein Fünfmonatshoch und bewegte sich in Richtung 114 US-Dollar je Barrel; Angriffe huthi-rebellenbedingter Natur auf Ziele in Saudi-Arabien und die Räumung der Aramco-Zentrale wurden als belastend genannt. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel um mehr als 19 Basispunkte auf etwa 4,96 Prozent.

Marktteilnehmer nannten mehrere Unsicherheitsfaktoren: Zweifel an der Nachhaltigkeit des Investitionsbooms in KI, hohe Energiepreise und wackelnde Staatsfinanzen in Europa. Beobachter richten sich zudem auf die kommenden Einkaufsmanagerindizes und eine Moody’s-Prüfung der Kreditwürdigkeit Frankreichs; auch Zinssignale der Notenbanken dürften die Richtung geben.

Quelle: Wallstreet Online– Originalbericht

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